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3. Unter der Fronherrschaft des Klosters


Nach dem Verfall der Gaue, als das Christentum endgültig Fuß faßte, wurde das Dorf dem 1124 gegründeten Kloster auf dem Petersberg als eines der 13 Taufdörfer zugehörig beigegeben und blieb, solange das Kloster bestand, ein Klosterdorf. Eine Urkunde des Erzbischofs Wichmann vom Jahre 1184 besagt, dass die "homines rustici" von Neltiz ihre Taufen und Begräbnisse in der alten Kapelle auf dem Petersberge abzuhalten hätten. 
In mehreren Dokumenten werden nun noch Nehlitz und die beiden wüst gewordenen Orte Nebitz und Schortewitz aufgeführt, aber irgend eine hervortretende Rolle hat das Dorf nun nicht mehr gespielt. Die Dorfbewohner waren dem Kloster zinspflichtig und mußten neben einer genau festgelegten Menge von Roggen, Gerste, Hafer und Weizen, von Wachs, Gänsen, Hühnern, Eiern und barem Gelde noch Hand- und Spanndienste an bestimmten Tagen der Woche leisten. Besonders lästig waren diese Frondienste, die gerade in den Bestell- und Erntezeiten geleistet werden mußten. 
Auf diesem Ausschnitt aus der Karte der Mansfelder Grafschaft vom Jahre 1560 erscheint Nehlitz unter Nelich etwas nach Osten verlagert, mehrere Nachbardörfer fehlen, und auch die Wüstungen bei Nehlitz sind nicht aufgeführt."